Die Interregionale Blutspende SRK (IRB) und der regionale Blutspendedienst SRK beider Basel führten in den letzten zwei Jahren eine Studie zur Hämochromatose durch. Bei dieser Krankheit lagert sich in den Organen zu viel Eisen ab, und eine der Behandlungen besteht darin, den betroffenen Personen regelmässig Blut abzunehmen. Die Studie ergab, dass dieses Blut vollkommen gesund ist und zur Herstellung von Blutprodukten verwendet werden könnte – momentan ist dies aber gemäss Arzneimittelgesetz nicht erlaubt. Das ist schade, denn so muss wertvolles Blut verworfen werden. Um diese Situation zu ändern, erarbeitet eine Nationale Arbeitsgruppe neue Empfehlungen und Richtlinien. Das Ziel besteht darin, dass das Blut von Hämochromatose-Betroffenen zukünftig zur Produktion von Blutprodukten verwendet werden darf.
In unserem Blutspendezentrum in Epalinges bieten wir seit 2025 nicht nur Blutentnahmen, sondern auch Bluttransfusionen an. Ausserdem führte das erfahrene Pflegeteam bei einer zunehmenden Anzahl Patientinnen und Patienten mit Sichelzellanämie erfolgreich den Austausch von Erythrozyten durch.
Das zweijährliche regionale Symposium für Transfusionsmedizin, das von der IRB und der Universitätsklinik für Hämatologie des Inselspitals Bern organisiert wird, fand 2025 zum dritten Mal statt. Rund 180 Teilnehmende trafen sich am 23. Oktober 2025 in Bern. Diskutiert wurden nicht nur transfusionsmedizinische und immunhämatologische Themen aus der täglichen Praxis, sondern auch Herausforderungen, die sich den Blutspendediensten stellen.