Im Bereich Labordiagnostik wurden im Jahr 2025 die Weichen für die Zukunft gestellt. Der langjährige Leiter der Abteilungen Labordiagnostik und Forschung & Entwicklung Diagnostik, Prof. Dr. phil. nat. Christoph Niederhauser, geht im Sommer 2026 in Pension. Seine Nachfolgerin wird Dr. phil. nat. Caroline Tinguely, die jetzige stellvertretende Leiterin Labordiagnostik und Leiterin des Labors für Infektmarker. Caroline Tinguely arbeitet seit rund 25 Jahren bei der Interregionalen Blutspende SRK und kennt den Betrieb ausgezeichnet. Wir sind sehr froh, dass eine so kompetente Mitarbeiterin die Nachfolge von Christoph Niederhauser antreten wird.
Ein wichtiges neues Projekt ist die Kryobank. In dieser werden Erythrozytenkonzentrate (EK) mit besonderen Merkmalen bei minus 80 °C tiefgefroren – so lassen sich die Konzentrate mindestens zehn Jahre lang aufbewahren. Benötigt eine Patientin oder ein Patient ein spezielles EK, kann dieses aufgetaut und der betroffenen Person innert kürzester Zeit verabreicht werden. Für Menschen mit sehr seltenen Blutgruppenkonstellationen erhöht die Kryobank die Versorgungssicherheit, denn wenn diese Personen eine Blutspende benötigen, lässt sich in der Regel nicht schnell eine geeignete Spenderin resp. ein geeigneter Spender finden. Im Jahr 2025 wurde dieses Projekt vorbereitet und gestartet, Mitte 2026 werden voraussichtlich erstmals EK aus der Kryobank zur Verfügung stehen.
In der Labordiagnostik wurden zudem Arbeitsschritte optimiert. Die elektronische Befundfreigabe und -übermittlung von Patientendiagnostik sowie der Konfirmationstestung von Blutspendenden läuft nun automatisiert ab, ohne dass jemand den Befund unterschreiben muss. Dadurch sinkt der administrative Aufwand und wir sparen Papier- und Versandkosten für rund 15’000 Befunde.